Eine hin und wieder geäußerte Vermutung, dass beim Angriff auf Klotten am 23. Februar 1945 eine Luftmine abgeworfen worden war, erscheint unwahrscheinlich. Was für die Luftmine spräche, ist, dass Zeitzeugen aussagen, die Opfer hätten keine äußeren Verletzungen aufgewiesen. Dagegen spricht aber die räumlich sehr begrenzte Zerstörung eines einzigen Hauses (des Hotels Kollmann). Die direkt daneben liegenden Häuser blieben weitgehend unbeschädigt. Vorschlag für eine Interpretation Die Erkenntnisse, die bisher vorliegen, deuten daraufhin, dass der Angriff am 23.2.1945 von einem Verband Jagdbomber ausgeführt wurde, die zuvor quasi zeitgleich, nämlich um 17:10, Cochem angegriffen hatten. Flugzeit von Cochem nach Klotten ca. 40 Sekunden. Die präzise Ansteuerung der Bahngleise (und damit unglücklicherweise des Hotels Kollmann) lassen den Angriff eines Dive Bombers (Art STUKA) vermuten. Durch das Ausrichten des Flugzeugs auf das Ziel konnte eine sehr viel bessere Treffgenauigkeit erreicht werden, genau richtig um die unmittebar danebenliegenden Bahngleise zu treffen.“
Hotel Kollmann in den 30er Jahren Sah das Szenario in Klotten am 23.2.1945 so aus? (Rekonstruktion Autor) RZ-Artikel vom 26.2.2025
neu: RZ-Artikel vom 26.2.2025